Reinhard Genner (geb. 1928)

Reinhard Genner (geb. 1928) Der Pfarrer aus Schaffhausen, mit Tätigkeitsfeldern in den Kantonen Neuenburg, Schaffhausen, Zürich und Thurgau, bringt ausser seiner beruflichen Erfahrung ein breit angelegtes kulturelles Wissen in seine Dichtung ein. Diese – neben biographischer, historischer und kirchenkundlicher Prosa kleineren Formates vor allem Texte in gebundener Form – zeichnet sich durch sprachliche und metrische Genauigkeit aus. Reinhard Genner weiss sich als Erben einer grossen Tradition und hält diese inmitten des raschen Auflösungsprozesses in Ehren. Was ihn jedoch nicht hindert, kühne Wortschöpfungen zu wagen oder sich in moderne Buchstabenspiele einzulassen. So treten graphisch zu erschliessende Druckbilder neben klassische Sonette.

Sein erstes Lyrikbändchen, „Abstecher zu Fundstellen“, brachte der Verlag Pro Lyrica 1992 heraus; diesem folgten 1994 „Hemmnisse weichen“ im Verlag Sigrist und 1999 bei Nimrod „geradezu krümmungsreich“.

Als weltanschauliche Stellungnahme, bei der Dichte von Inhalt und Form, sind seine Verse meist keine leichte Kost. Die tiefe Beziehung des Autors zur Musik äussert sich in seiner Lyrik vor allem im Kompositorischen. Bei den Landschaftsgedichten, die unserer Region gelten, führt die Präzision des Details zu einprägsamen Bildern. Wenn Genner den Dialekt benützt – er tut dies mit der gleichen wählenden Sorgfalt, mit der er das Versmass handhabt – vertritt er die Stadt Schaffhausen.

Werkverzeichnis

1994 D Schafuuser Mundaart isch mer plibe, Kapitel aus der Gedichtsammlung "Hemmnisse weichen" Verlag Sigrist, Diessenhofen

2005 „Schafuusisch gfärbt“ Meier Verlag Schaffhausen

2008 „De Luft cha chehre“ Neptun Verlag Kreuzlingen

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