Albert Bächtold (1891 – 1981)

Er verschrieb sich nach einem aussergewöhnlichen Leben, welches ihn nach Russland und Amerika führte, erst mit 45 Jahren der Literatur. Von einem Zürcher Dichterkreis zur Mundart „verknurrt“, kam bereits sein Erstling in der Wilchinger Mundart heraus. Die folgenden zehn Bände seines selbstbiografischen Werkes trugen dieses Anliegen weiter, und Albert Bächtold wurde mit der Kraft seiner Sprache und seiner Epik zu einem der bedeutendsten Mundartschriftsteller unseres Landes. Das Werk von Albert Bächtold ist der eindrückliche Beweis für die früher verneinte Möglichkeit, in der Mundart Weltliteratur schreiben zu können. Dass er sich bei seiner Arbeit an der Schaffhauser Mundart auf keinerlei Vorbilder und Tradition stützen konnte, macht seine Leistung noch eindrücklicher.

Werkverzeichnis

1939 De Tischtelfink – Geburt und Porträt des Vaters

1940 De Hannili-Peter – Kinderzeit und Porträt der Mutter

1941 De Goldig Schmid – Roman einer Rückkehr in die Heimat

1944 Wält uhni Liecht – Augenoperation

1947 De Studänt Räbme – Seminar in Schaffhausen

1950 Pjotr Iwànowitsch – als Privatlehrer in Russland – Beschreibung der Revolution in Moskau 1917, 2 Bände

1953 De Silberstaab – Vortragsreise durch Amerika – als gemachter Kaufmann in Zürich

1957 De ander Wäg – Abkehr vom Reichtum – Wandel zum Mundartschriftsteller

1960 Am Wäg no – Mundartsprüche

1962 D’Haametstimm – Erinnerungen an Menschen und Bräuche in Wilchingen

1972 S isch groote – Spitalaufenthalt – Suche nach dem Sinn des Lebens

1974 Silbertischtle – Anekdoten und Witze aus dem Schaffhauserland

1978 Noosüechle – kleine, heitere Erzählungen

Die Werke sind erhältlich beim Meier Verlag Schaffhausen 

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