Arnold Neher (1846 – 1906)

Der in Laufen am Rheinfall geborene Arnold Neher war ein Stiller im Lande, der darauf verzichtete, sich im öffentlichen Leben zur Geltung zu bringen. Nach 15 Jahren, in denen er als Landschaftsgärtner wirkte, zog er sich auf sein Landgut zurück. Dort pflegte er seine Familienbeziehungen und seine Neigungen, gemäss seiner Devise „Man soll nie versäumen etwas Schönes zu sehen“. Etwas Schönes sah er auch in der Dichtung. Die Werke von Mörike und Johann Peter Hebel regten ihn zum Schreiben an. Ohne es im Entferntesten zu beabsichtigen, ist er dabei zum Vater der schaffhauserdeutschen Literatur geworden. Der Weg führte über Nehers Liebe zum Theater, die unter anderem ihren Ausdruck darin fand, dass er sein Haus 1901 für die Aufführung des Festdramas (Schaffhausen 400 Jahre im Bund der Eidgenossen) zur Verfügung stellte. So ist es nicht verwunderlich, dass er selbst Dramen verfasste, heitere Einakter, die unter dem Titel „Schafffhuser Dütsch“ erschienen sind.

Werk

1906 „Schaffhuser Dütsch“, Lustspiele in Schaffhauser Mundart, Zeichnungen von R. Amsler. Das Werk ist nur noch antiquarisch greifbar.

Zurück