Anke Waldvogel-Hülshoff (geb. 1949)

Sie ist 1949 in Holland geboren und stammt aus dem Geschlecht derer von Hülshoff, das beidseits der niederländisch-deutschen Grenze beheimatet ist und der auch die Dichterin Annette von Droste angehörte. Aus dieser Verwandtschaft leitet Anke Waldvogel-Hülshoff auch ihre Beziehung zur Literatur ab. Vorerst aber bildete sie sich in London zur Kunstmalerin aus. Nach ihrer 1969 erfolgten Übersiedlung in die Schweiz widmete sie sich dem Studium der deutschen Sprache und Literatur. 2009 wagte sie ihre ersten Mundartverse. Und schon zwei Jahre später publizierte sie zwei Bändchen im Schaffhauser Dialekt von Löhningen: „Liebi Grüess“ und “Bi üüs dihai“, schwankartige Reimgedichte. Ihr Bemühen galt weiterhin der Vervollkommnung ihrer Dialekt-Kenntnisse. Und 2011 erschien, gleichzeitig mit dem dritten Bändchen heiterer Gedichte, ihr bisheriges Hauptwerk „Wänn de Häming brännt“, eine dramatische Schaffhauser Novelle mit Klettgauer Kolorit. Das für unmöglich Gehaltene, die Aneignung eines der Muttersprache fremden Dialekts und dessen Verwendung als Literatursprache, war Wirklichkeit geworden.

 

Werke:

2009 „Liebi Grüess“ und „Bi üüs dihai“, Verlag Stalden, Löhningen

2011 „Underem Öpfelbomm“, Verlag Stalden, Löhningen

2011 „Wänn de Häming brännt“, Verlag Stalden, Löhningen

2013 "D Sündefackle": 10 neue Schaffhauser Sagen, Verlag Stalden, Löhningen

2016 "Trippeti trappeti": Schafuuser Chinderfible, Verlag Stalden, Löhningen

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